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Dot Cards / Farbkarten

 

Sogenannte „Dot Cards“ sind eine Art Farbkarte. Grob übersetzt würde es Punkte-Karte heißen. Diese Karten (meist aus Aquarellpapier) sind mit einem Klecks (Punkte) Aquarellfarbe versehen und oft schon vorgedruckt mit Kästchen, Namen und Farbnummern. Man kann diesen Farbklecks mit einem nassen Pinsel anfeuchten und die Farbe so entsprechend ausprobieren und erst dann entscheiden, welche Farben man sich kaufen möchte und welche eher nicht unbedingt.

 

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In vielen Künstlergeschäften liegen oft solche Farbkarten von verschiedenen Farbanbietern aus – allerdings meist nur in gedruckter Version und selten zum mitnehmen. Da die Farben digitalisiert und dann wieder ausdgedruckt wurden (oft sogar auf glänzendem Papier), wirken die Farben oft anders als frisch aufgetragene Aquarellfarbe auf Aquarellpapier. Daher ist das oft nicht die beste Möglichkeit um festzustellen, welches nun die richtige Farbe für einen ist.

 

Hier siehst du einmal eine leere Farbkarte und eine gefüllte Farbkarte aus meinem Schmincke Aquarellkasten – diese werden oft in einem Aquarellkasten mitgeliefert:

 

leere Dot Card, Schmickegefüllte Dot Card, Schmicke

 

Bei vielen Herstellern kann man sich solche Farbkarten auch im Internet downloaden – aber hier ist dasselbe Problem wie bereits oben beschrieben. Die Farbe wird zunächst  digitalisiert und ändert sich dadurch ein wenig. Je nach Bildschirmeinstellung (Helligkeit, Kontrast, etc.) kann die Farbe auf deinem Handybildschirm auch nochmal ganz anders aussehen als z.B. auf deinem Laptop, geschweigedenn ausgedruckt.

 

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Solche Farbkarten kann man sich aber auch ganz leicht selbst erstellen für alle möglichen Farben die man so hat und unterschiedliche Materialien wie Brush Pens, flüssige Wasserfarbe, wasservermalbare Buntstifte usw. So hat man immer eine persönliche Übersicht über seine Farben. Je nach Material entscheidet man dann, welches Papier man am Besten für seine Farbkarte verwendet (Karton, schwarzes Papier, Aquarellpapier, Transparentpapier, …).

Wenn die Farbe getrocknet ist, kann man sich die Farbkarte einfach mit in den Aquarellkasten legen und sieht dann immer genau, wie sich die entsprechende Farbe auf Aquarellpapier verhält.

Das könnte dann beispielsweise so aussehen – die Farben habe ich mir auf der Farbkarte so angeordnet, wie sie im Aquarellkasten angeordnet sind:

 

eigenes erstellte Dot Card

 

Dot Cards gibt es übrigens auch zu kaufen. Von Schmincke und Winsor & Newton gibt es beispielsweise eine Dot Card mit knapp 140 Farben für nicht ganz 20,- €.

 

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(Werbung – freiwillig und unbezahlt – da Markennennung und -sichtbarkeit)

 

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